Samstag, 15. September 2012

Sag beim Abschied leise Servus...

...nach Peter Alexander verabschiedet man sich so in Wien. In Ciudad del Este hieße es wohl Ahama che (guarani etwa: Ich bin dann mal weg).

Wir sagen das auf jeden Fall bald. Servus Ciudad del Este, hässlichste Stadt der Welt in die wir nie wollten, Paradies des Schmuggels, Hauptstadt der Kriminalität, Weltstadt des Drecks und der am Straßenrand verwesenden Hunde. Aber das soll jetzt nicht heißen dieses "Ahama che" ginge uns leicht von den Lippen. Ganz im Gegenteil - es tut richtig weh. Hat aber bestimmt nichts mit der Stadt zu tun, viel eher mit den Menschen hier die uns sehr ans Herz gewachsen sind. Allen voran unsere Adoptivfamilie nebenan. Das Paradebeispiel einer paraguayischen, unkoordinierten Familie - aber absolut liebenswert.

Unser Nachbar samt jüngstem Spross. Der wohl gutmütigste, hilfsbereiteste, demütigste Mensch den man sich vorstellen kann. Die Stadt hat halt auch ein paar positive Superlative zu bieten.


Der Kleine hat es mit seinen dunklen Kulleraugen und seinem umwerfenden Latinocharme geschafft Ullas Herz dauerhaft zu erobern. Man kann ein eigenens Kind wohl kaum mehr lieben...


Ansonsten noch die älteste, Jessica, hier in landestypischer Tanztracht:


Der älteste Sohn, Kevin:


und schließlich Bruno:



Zum Abschied noch ein paar Impressionen, aus dreieinhalb Jahren Ost-Stadt.
Der Freileitungsmast (umgangssprachlich Strommast) ist eine Konstruktion für die Aufhängung einer elektrischen Freileitung. Soviel zur Definition.
Nicht so in Paraguay. Hier ist ein Stromkabel eine Vorrichtung für die Aufhängung eines Strommastes - so scheint es...


Noch schnell ein Spielzeug für den Sohn gefällig? Am Markt gibt's einfach alles. Auch Schweineköpfe - und natürlich Taschentücher, wenn die Nase mal läuft...


Ciudad del Este ist nicht nur die Hauptstadt des Schmuggels. Auch in Sachen Warenfälschungen spielt man hier in der ersten Liga mit:
Die echte Goldswatch am Wühltisch:


oder auch: der NIKE in der Frischhaltefolie:


Ach ja, in Encarnación, unseren neuen Heimat gibts es all das leider nicht. Dafür Ordnung, relative Sicherheit, Ruhe und für paraguayische Verhältnisse sogar sowas wie Kultur. Und natürlich: Einen Strand.


kleiner Hinweis für alle die in Erdkunde aufgepasst haben: Auch Encarnación hat natürlich keinen Zugang zum Meer. Aber es gibt knappe 100 km von dort einen Staudamm der in Encarnación nicht nur zur Überflutung aller tiefergelegenen Stadtteile geführt hat sondern eben auch zur Formung dieses "Strandes am Stausee".

Donnerstag, 12. April 2012

Wir sind dann mal weg...

... oder auch: wir sind dann mal hier.
Weg sind wir aus Deutschland. Nach zweieinhalb Monaten. Mal wieder machen, sehen und essen, was uns in Paraguay so abgeht. Das hat sich dann vor allem in starker Wehmut bei der Abreise und ca. zwei Kilo mehr auf der Waage  niedergeschlagen.
Zu den zwei Kilo: Ulla mit Schäuferle - halt was für'n hohlen Zahn, wie der Franke sagt. Jemand anderes würde vielleicht sagen: Ein kleiner Appetizer.



Auf unserer 31-Stunden Reise von Erlangen nach Asuncion haten wir einen acht stündigen Aufenthalt in Lissabon. Den haben wir genutzt für eine kleine Runde durch die Altstadt. Da gab`s dann alte Steine und alte Klamotten zu sehen. Die Faszinazion Ullas für alte, getragene Kleidung ist auch durch drei Jahre Paraguay, in denen wir selbst eine Menge solcher Sachen produziert haben, nicht gemindert. Da fiel es natürlich schwer all die Pretiosen ungekauft zurückzulassen...






Ansonsten war's unspektakulär. Alles ging glatt. Sogar die Ankunft auf dem Bananenflughafen Asuncion. Auf dem Bild allerdings die Ankunft in Sao Paulo.



jetzt sind wir also wieder hier. In Paraguay.