Dienstag, 20. August 2013

Ein Schnaps auf vier Pfoten

Haustier die dritte: Nachdem wir mit eigener Katze und kleinem Hund eher weniger Erfolg hatten, haben wir einen neuen Versuch gestartet.
Aber von vorn. Im Dienst unterwegs: Ulla findet einen kleinen ausgesetzten Hund (ca. 3 Monate). Dieser läuft ihr erst ein wenig hinterher, wird dann aber, da bestimmt total entkräftet, von Ulla auf den Arm genommen. Sodann trifft sie Michael. Ihre Frage "Darf ich den mitnehmen" ist angesichts der bereits geschaffenen Fakten eher rhetorisch zu verstehen und so kamen wir also zu unserem kleinen Mitbewohner. Sodann nannten wir ihn Cognac.
Der Name ergibt sich aus der Farbe gepaart mit unserer Einfallsarmut.
Aber ein lieber Geselle, nicht sehr gehorsam, aber das schieben wir auf seine Jugend. Mal sehen wie er jetzt ausschaut, wir haben ihn ja über 4 Monate nicht gesehen ...



Das bringt uns schon zum nächsten Thema: Wir waren (sind) mal wieder in Deutschland. Diesmal so lang wie nie. Arbeiten war angesagt. Beim elterlichen Familienbetrieb als Kachelofenbaugehilfen. War aber sehr schön, interessant und auf jeden Fall bildend. Außerdem am Abend die unvergleichliche Befriedigung, das Ergebnis der eigenen Hände Arbeit betrachten zu können.


Chronologisch ist das jetzt nicht, aber noch ein paar Worte zu unserer "neuen" Heimat (seit Mitte September 2012). Cambyretá heißt der Ort. Wo soll man anfangen? Das wichtigste zuerst: Es ist vollkommen anders als in Ciudad del Este. Dort Dreck, Unordnung und Kriminalität, hier Ordnung, Zivilisation und relative Sicherheit. Aber interessanterweise sind auch die Menschen hier ganz anders als in der Oststadt. Während man dort auf eine buntgewürfelte, relativ offene Gesellschaft trifft, sind die Leute hier etwas verschlossenener und schüchterner. So ist es ein bisschen schwerer, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Das führt dann zum Beispiel dazu, dass wir hier eher mit "Ausländern" (Amerikaner, Schweizer, Kolumbianer) befreundet sind, als mit den "Einheimischen". Aber bestimmt müssen wir uns und den anderen einfach nur ein bisschen mehr Zeit geben.

Wir hatten auch schon Besuch dort. Andy und Aileen waren bei uns für einen Monat. Wir waren zusammen im Dienst, haben eine sehr schöne Paraguayrundtour gemacht und waren auch noch in Buenos Aires. Da entstand auch das Foto. Das Auto gehört einer deutschstämmigen Schwester bei der wir untergerbacht waren. Ob sie oder ihr Auto älter ist, konnten wir nicht herausfinden.


Außerdem noch ein paar Impressionen unserer Reise. Ohne Worte.

 






Jetzt freuen wir uns auch wieder mal alleine zu wohnen. Nicht nur haben wir gute 4 Monate in Deutschland bei unseren Familien gewohnt. Schon bevor wir hierher kamen hatten wir in Paraguay für 5 Monate mit einem mexikanischen Ehepaar zusammengewohnt. Ein tolles Ehepaar wohlbemerkt. Die gemeinsame Zeit war sehr bereichernd. Wegen ihrer Gileaderfahrung, ihrer Kochkunst, ihrem Temperament. Irgendwie also auch schade, dass sie jetzt ein eigenes Haus gefunden haben.