Kleine Zusammenfassung der letzten 5 Wochen:
Ankunft in Asuncion schon nach 34,5 Stunden. Die Glaubensschwester bei der wir dort untergebracht sein sollten ließ uns von ihrer Hausangestellten abholen. Sie begleitete uns „heim“ und ließ uns dann dort nach kurzer Einweisung mit einem Schlüssel alleine. Da waren wir, in der fremden Stadt, im Haus einer Frau, die wir nicht kannten, und sie hatte keine Angst, dass wir ihr die Bude ausräumen (Wobei Kriminalität hier noch viel mehr ein Thema ist, als in Deutschland).Vertrauen - schön ist das.
Viereinhalb Wochen blieben wir bei unserer „Gastmutter“ namens Dora, lebten in eigenem vollklimatisiertem Zimmer mit angeschlossenem Bad, aßen zweimal täglich warm und lecker (zubereitet von zwei ausgebildeten Köchinnen, die sich abwechselten) und führten somit ein ganz und gar unparaguayisches, dabei aber keineswegs unangenehmes Leben.
Ein paar erste Eindrücke vom Land: - Hitze: 39°C haben wir schon geschafft, dabei ist gerademal Frühjahr. Und leider ist‘s oft auch sehr feucht. - Freundlichkeit: Soviel Hilfsbereitschaft wie von Seiten unserer Glaubensbrüder hier haben wir noch nicht erlebt. Beneidens- und Nachahmenswert. - Gesundheit: Michaels Insulinbedarf (Langzeitinsulin) hat sich in 5 Wochen um 25 % verringert. Bei linearer Fortsetzung Heilung in 15 weiteren Wochen… Woran‘s liegt? Keine Ahnung. - Armut: Unvermeidlich das zu erwähnen. Mindestlohn von umgerechnet 200 € monatlich. Die wenigsten verdienen diesen jedoch. Menschen, die im Müll nach Plastikflaschen suchen. - Die andere Seite: Reichtum. Porsche Cayenne, Mercedes ML, und überhaupt viele Autos mit Stern. Dazu Häuser mit Wachleuten, 3 Meter Mauer und Elektrozaun.
Das Ziel in Asuncion war, die Sprachen des Landes zu lernen. Ulla besuchte einen Spanischkurs. Ich versuchte mich am Guarani. Die Sprache der Ureinwohner. Paraguay hat als einziges Südamerikanisches Land diese als zweite Amtssprache. Alle verstehen es, die meisten sprechen es; manche sogar ausschließlich. Dabei sieht man eigentlich so gut wie nie tatsächliche Indigenas (höchstens an Ampeln klopfen sie an die Fensterscheibe der Autos und bitten um ein paar „Cent“).
Dann endlich Abfahrt nach Yegros, das eigentliche Ziel unserer Reise: 7,5 Stunden Fahrt, die letzen 1,5 davon mit dem Überlandbus auf einer unbefestigten, durch Regen und Vorausgefahrene stark zerfurchten Straße.
Ankunft und Abholung nach telefonischer Abmachung durch einen Glaubensbruder vor Ort. Erster Eindruck: Anders als erwartet. Keine Lehmhütten und herumlaufende Hühner. Stattdessen ordentliche befestigte Häuser, Gärten, Geschäfte. Yegros ist keine Armensiedlung. Vielleicht gar nicht schlecht so, der Umstieg fällt so leichter. Ansonsten: Das Paradies! Wir waren ein paar Mal schon hier predigen. Davon einmal etwas auswärts – leider ohne Kamera. Freiherumlaufende Kühe und Pferde, hier mal ein Ferkel, da ein paar Küken. Ein Idyll wie gemalt. Dazu: entspannte Menschen. Wo immer man vorspricht wird man eingeladen sich ein paar Minuten zu setzen, oft kommt die ganze Familie dazu. Leider nur auf Guarani, daher für uns bisher noch schwer. Im Ort selbst sind die Leute zwar etwas weniger einladend, aber dennoch tief religiös und bisher ausnahmslos besonders freundlich und gesprächsbereit. Fremdenangst – Fehlanzeige.
Untergebracht sind wir neben dem Königreichssaal in einer kleinen Wohnung. Schlicht, aber zweckdienlich. Leider ist wenig Ausstattung vorhanden, Kühlschrank wurde von uns schon gekauft, einiges weitere muss noch folgen. Im Garten: Zitronenbaum, Avocado, Mango und Exotisches uns unbekanntes.
Bald auch mehr Fotos hoffentlich.
5 Kommentare:
Hallo Ulla, hallo Michael,
es freut mich sehr, über diesen Blog an Eurem Paraguay-"Abenteuer" teilhaben zu können. In Gedanken kann ich mir dies bei weitem nicht so gut vorstellen, wie ihr es beschrieben und durch Eure Bilder illustriert habt.
Da ich Euren Blog schon abonniert habe, würde ich mich natürlich sehr freuen, regelmäßig etwas von Euch lesen zu können.
Viele herzl. Grüße
Lotes
Hi zusammen.
Es stimmt also wirklich, ihr seid in Paraguay. Ich konnte es erst glauben, als ich die Bilder gesehen habe ;-) Freu mich, dass ihr den Blog macht, da hat man wirklich eine besser Vorstellung von dem, was ihr "durchmacht". Welche Brüder aus Deutschland habt ihr denn schon getroffen?
Liebe Grüße
Axel
Hallo Ihr Beiden,
schöne Grüsse aus England nach Paraguay!! Ich hoffe Euch geht es gut da und Ihr habt eine schöne Zeit!!Und natürlich einen schönen Dienst und viiiiiele Bibelstudien...
xxxxx
Eure Judy
Liebe Ulla, lieber Michi,
ich schliesse mich den anderen Kommentaren an - es ist sehr schön, dass wir auf diese Weise euer Leben und euren Dienst in Paraguay mitverfolgen dürfen!!! freue mich schon auf den nächsten 'Post' und hoffentlich viele weitere Fotos! Denke sehr oft an euch zwei!
herzlicher Gruß von uns beiden aus Australien und weiterhin Jehovas reichen Segen, eure Bec
Ey!!!
Endlich habe ich news von euch!
Wie cool dass ihr zwei eure Ziele geschafft hat, es freut mich sehr!
Herzlicher Gruße aus Mexico und weiterhin Jehovas reichen Segen!
ps: ich weiss es ist bestimmt too much to ask aber... konnt ihr irgendwann eine customized mail schreiben? haha, ich habe die letzte mail geantwort aber leider keine weitere Antwort gekriegt.
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