So heißt unser neuer Wohnort mit vollem Namen. Hat so um die 2.500 Einwohner. Davon einige hundert Ayoreo. Ein Stamm von Ureinwohnern, die hier aber in kleinen Siedlungen wohnen. Alle Paraguayer sprechen am liebsten Guaraní, nur die Ayoreo wollen davon nichts wissen. Von ihnen wird (schlecht) Spanisch gesprochen, sowie ihre eigene Sprache. Aber außer ein paar Wörtern können wir davon noch nichts.
Wir haben ein geräumiges Haus gemietet. Mit wenig Renovierungsbedarf. Schön wäre es, sauberes Wasser zu haben. Das Wasser aus der Leitung kommt nämlich eins zu eins aus dem Fluß. Ist also einigermaßen braun. Zum abspülen, wäschewaschen, duschen. Immerhin zum trinken holen wir uns gefiltertes Wasser. Wir würden gerne einen Wassertank installieren zur Reinigung, aber dafür brauchen wir noch das Ok der Vermieter. Apropos Vermieter: Die kennen wir noch gar nicht. Hier ist alles recht unkompliziert. Der mündliche Vertragsschluss fand schlicht per Whatsapp statt: "Können wir euer Haus mieten?" - "Ja, kostet 600.000 guarani." - "Gehts auch für 500.000?" - "Ist auch ok." - "Gut, wir ziehen morgen ein".
Was das ganze ein bisschen anstrengend macht, ist das Blechdach. Wenn die Sonne drauf scheint (und das tut sie oft), wird's hier drin unbeschreiblich warm. Die Kerze in unserer Küche hat sich der Hitze gebeugt...
Um gleich mit den Schwierigkeiten weiterzumachen: Die Wege sind nicht befestigt. Daher ist hier alles schlammig, nach einem Regen. Wir können unser Haus nicht verlassen, ohne durch große Pfützen oder kleine Seen zu waten. Außerdem führen Regen und Hitze zum ungehinderten Wachstum der Moskitopopulation. Buchstäblich Millionen. Gut, das hat den Vorteil, dass man manchmal mit einem Schlag gleich drei töten kann.
Aber das wars auch schon an Herausforderungen. Insgesamt finden wir es hier toll. Die Leute sind sehr nett, das Dorf ist sehr sicher (Die Wäsche ist auch am nächsten Morgen noch auf der Leine). Es gibt hier viel Ruhe. Und wir wohnen quasi in einem Zoo. Unglaublich viele tolle Vögel, Papageien etc. Echsen. Und manch anderes für mitteleuropäische Augen exotische Getier. Außerdem viele Früchte. Auf den Bildern zu sehen: Die Mango"plage". Tausende und Abertausende Mangos, die einfach vergammeln. Schlicht zu viele um sie alle zu essen. Außerdem die Cashew. Das kleine Ding oben an der roten Frucht. Das wird aus seiner Schale und von einem giftigen umgebenden Öl befreit und dann in Europa teuer verkauft. Hier leider weniger.
Zum Schluss noch ein paar Bilder von einem Ausflug den wir im Beiboot des Pionero III gemacht haben. Zu einer Ayoreokolonie und sonstigen Anrainern des Flusses. Außerdem haben wir noch einen Hügel in der Gegend bestigen. Eine sehr schöne Erfahrung.





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