Samstag, 7. Oktober 2017

Die wahrscheinlich schönste Routine der Welt

Der Alltag ist für gewöhnlich keiner besonderen Erwähnung wert. Und tatsächlich verläuft unser Leben hier natürlich die meiste Zeit sehr routiniert. Dienst, Versammlung, kochen, waschen blablabla...

Aber, so stellen wir fest, es macht einen Riesenunterschied, in welchem Umfeld diese Routine stattfindet. Und wir können bisweilen gar nicht fassen, welches Glück wir haben, unseren Alltag in Carmelo zu erleben.

Dabei meint man das auf den ersten Blick gar nicht: Wir sind eine gefühlte Weltreise von der Hauptstadt entfernt, immer wieder gibt es für einige Stunden keinen Strom und kurz darauf auch kein Wasser, es ist sehr heiß, mal regnet es wochenlang gar nicht, dann wieder die ganze Zeit. Aber vielleicht liegt es gerade an diesen Unbilden, dass das Leben hier so schön ist. Klar wollen hier nicht so sehr viele Leute freiwillig wohnen. Die Bevölkerung besteht also hauptsächlich aus alteingesessenen Familien. Man kennt sich. Es ist sicher. Und eben so wunderbar ruhig. Man hat Muße einfach nur den Blick über den Fluss schweifen zu lassen, den Vögeln beim Flug zuzusehen, die Palmwedel im Wind zu betrachten... Auf jeden Fall alles andere als Burnoutgefahr.

Auf den folgenden Bildern ein Einblick in Flora und Fauna, die wir täglich erleben dürfen:

Die Esel scheinen niemandem zu gehören. Sie pflanzen sich fleißig fort und scheuen keine Mühen, Zäune zu überwinden um sich an Kleingärten zu laben.



Ein Carpincho, auf deutsch Wasserschwein (?), allerdings nicht wild.









Der Tajy sa'yju steht in Blüte.



Sonnenaufgang hinter unserem Haus über dem Rio Paraguay.



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