Samstag, 7. Oktober 2017

Ilha Boipeba

Wir waren anlässlich unseres zehnten Hochzeitstages im Urlaub. Salvador de Bahia. Dann auf die Insel Boipeba.

Salvador, die drittgrößte Stadt Brasiliens, hat uns weniger gefallen. Die ruhige Insel Boipeba hingegen war paradiesisch.

Dabei war die Anreise ziemlich katastrophal. Wir hatten beschlossen von Campo Grande, einer größeren brasilianischen Stadt, fern der Grenze, abzufliegen. Vorher haben wir uns sagen lassen, dass wir den Einreisestempel auch dort bekommen können, da in Porto Murtinho, der von uns aus nächsten Grenzstadt keine Möglichkeit dazu besteht. Pustekuchen! Sechs Stunden Bus und dann, statt eines Stempels und anschließendem Flug gen Meer, die Info, wir müssten die Einreiseformalitäten in Ponta Pora erledigen. Nochmal sechs Stunden Bus. Der Flug war damit Geschichte. Da uns die Rückreise nach Campo Grande wegen ungünstiger Öffnungszeiten und Busverbindungen unpraktisch erschien, ging es von Ponta Pora in weiteren neun Stunden mit dem Bus nach Ciudad del Este, dort mit dem Taxi (auf dem Weg: Ein Stempel an der Grenze! Hat keine 5 Min gedauert.) zum Flughafen in Foz do Iguazu wo wir zum Glück einen einigermaßen günstigen Flug bekommen haben. Danach waren wir tatsächlich urlaubsreif...

Auf dieser ganzen Odysee haben wir uns erneut davon überzeugen können, dass die Brasilianer das netteste Volk sind, das wir kennen:
Ein Polizist der Bundespolizei der, als er von unserer Situation erfuhr, sogar die Chefin der Einwanderungsabteilung von Campo Grande um 7:30 bei sich zu Hause angerufen hat, um zu sehen, ob sich nicht doch was machen lässt.
Der Ladeninhaber den wir eigentlich nur gefragt haben, ob denn vor seinem Laden Taxis abfahren. Der dann aber gleich sein Handy gezückt und unaufgefordert eines für uns gerufen hat.
Der Strandanrainer, den wir nach dem Weg gefragt haben und der uns dann gleich Kokosnüsse geschenkt hat (dabei sind Touristen für ihn bestimmt kein seltener Anbilck).

Die Insel war dann übrigens toll. Kilometerlange Strände. Kokospalmenwälder. Hügel im Hinterland. Mangroven. Ein paar schöne Wanderungen und entspannte Tage am Strand.















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